Hexenkessel


Premiere: 2. Mai 2010 Theater im Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin


Text & Regie: Tillma Meyer

Bühne & Licht: Christian Paschedag

DarstellerInnen: Theatergruppe vom Cafe Pink


Die Walpurgisnacht hat es in sich! Die Welt hat sich aufgelöst und nur die kleine Sternthaler übrig gelassen. Mit ihrem letzten Hemdchen bekleidet geht sie beeindruckend unverdrossen durch die sternklare Nacht – das gefundene Fressen für die schicksalsmanipulierende Fee der Nacht. Die verleiht Sternthaler zweifelhaften Reichtum, denn sie schenkt ihr sieben verzauberte Wunschsterne. UND WEHE STERNTHALER SCHAFFT ES NICHT, DAMIT GLÜCKLICH ZU WERDEN!!!!


Es beginnt eine oft musikalische und selten turbulente Reise durch verdrehte Märchenwelten, die durch Sternthalers Wünsche noch verdrehter werden, obwohl sie es immer gut meint – der schrecklichste aller Flüche! Die herzlose Nixe bekommt ein Herz, sie verliebt sich ausgerechnet in den Seemann, wo der doch nur sein Schiff liebt. Der gestiefelte Kater braucht eine blutrote Rose, damit ihn die verwöhnte Prinzessin zurück liebt, die kann der verdorrte Rosenbusch aber nur mit echtem Herzblut produzieren und die einzige glücklich verliebte Figur im ganzen Stück, die Nachtigal, will ihres in einem letzten Abgesang dafür hergeben – verflixt!

Gut, dass es die kleine Hexe gibt, die wenigstens Grundkenntnisse im Hexen und das Herz am rechten Fleck hat.


Wie hat sich die Welt für Sternthaler am Ende wohl verändert? Hat sie irgendetwas reicher und glücklicher gemacht und wenn, was?



(siehe Menü „Textproben“)














dreamfactory



Text & Regie: Tillma Meyer

Bühne & Pyrotechnik: Christian Paschedag


Premiere: Mai 2011 im Pestalozzi Fröbel Haus Berlin


Das ist die Mähr von den Puppen, die nicht gespielt werden.

Von all den Puppen, die herumsitzen, lächeln,

auf die leise der Staub herab rieselt und die nicht gespielt werden.

Innen drin, da klopft ein Herz, da pulsiert eine Seele,

auch Puppen haben Gefühle!“  Die Gräfin


Theaterstück für 10 Mädchen zum Thema „Forschung, die die Welt verändert“ mit musikalischen und vor allem einem wissenschaftlichen Experiment, das zum Glück total schief geht. Der neue Trank des verrückten Professors und des ebenso durchgeknallten Doktors soll die Welt verändern. Ein letztes Experiment trennt das geniale Duo vom Welterfolg. Versuchstiere sind die Puppen der Tochter des durchgeknallten Doktors und ihr Quietscheentchen. Das geht nicht. Nicht nur die Tochter und Freundin Cora, sondern auch die Gräfin und Spy, die die Geheimformel ursprünglich stehlen wollten, um nicht nur reich, sondern auch berühmt zu werden, sind entschieden dagegen. Das Quietscheentschen wird gerettet, aber dreamfactory, das neue Computereinschlafspiel für Kinder, fällt in den Trank. Die große Stunde der Puppen hat geschlagen. Ihre kühnsten Träume werden wahr, Talente und sonstige ungeahnte Nebeneffekte werden freigesetzt. Digital goes real und umgekehrt. Einziger Lichtblick: Die Tochter des durchgeknallten Doktors hat zwar nicht alle Tassen im Schrank, aber sie ist ziemlich schlau und hat gute Freunde.

Sie muss den Trank noch mal brauen, um kleine Korrekturen an der neuen Realität  anzubringen und um das nötige Kleingeld für das Internat, wo man etwas für das richtige Leben lernen kann, zu besorgen.


http://www.youtube.com/watch?v=k97CGpG7_Vc

http://www.youtube.com/watch?v=ZVN7Hb1SNLo


(siehe Textprobe & Bildergalerie)

13plus – eine griechische Teenager-Tragödie 


Regie & Text: Tillme Meyer


Mit freundlicher Unterstützung durch die Erhard-Höpfner-Stiftung


Premiere: 26.5.2013



Die Welt ist wie wir Menschen sie kennen: Laute Teenager, die sich mit Selbstmordgedanken, Depressionen und Wutanfällen plagen.

Götter, die sich mit ewiger Eifersucht, Fresssucht und Kotzanfällen quälen. Für alles gibt es vor allem einen Grund: Zeus.

Die göttlichen und zerstrittenen Schwestern Hera und Demeter sowie die Götterbotinnen Iris und Seraphim sind emsig mit den Problemen dieser Welt beschäftigt, mit guten wie mit tödlichen Absichten.


Über eines ist Athene dann aber ehrlich entsetzt als sie nach fast 2000 Jahren das erste Mal wieder einen Fuß auf die Erde setzt: Die Teenager haben einen neuen Gott, der über Leben oder Tod entscheidet: Dieter Bohne.

Wie kann sie es schaffen, ihn zu entthronen und sich selbst wieder an die Spitze der Massen zu stellen?!


Medusa weiß es und Pallas weiß, dass Athene die Finger von Manipulationen auf Erden lassen soll – erst recht, wenn es ohne das Wissen von Zeus geschieht,  aber Athena tut es doch: Sie schlägt Musetta mit echtem Talent und das will sie mit allen Teenagern tun, die sich ihr anschließen: Ein Siegeszug der Sangeskunst.


Ein Kräftemessen göttlicher Intrigen, wer wird gewinnen?! Zeus sei Dank gibt es eine Dea ex machina aus der Unterwelt, die ist nämlich randvoll und Persephone will keine Teenager mehr aufnehmen. Wer aber ungerupft davon kommen wird, ist natürlich wieder klar: Zeus, du Pfau!


„Wir zerstören im Notfall alles und dann entsteht alles neu: Wissenschaft, Religion, Liebe, fertig.

Das hat sich hier irgendwie alles

übertrieben verkompliziert.  

Zweitausend Jahre Fortschritt sind wirklich genug!“


Athene, die unangebetete Göttin der Kunst,

Wissenschaft und des Krieges

einfach abgedreht – völlig normal


Text & Regie: Tillma Meyer



Premiere: Sonntag, 13.5.12 im Pestalozzi Fröbel Haus Berlin



Seit Lilli die Leitung des Kinderheimes übernommen hat, läuft alles besser. Lilli ist die perfekte Erwachsene, dabei ist sie erst 13. Alle dürfen sein, wie sie am liebsten sind - bekloppt. Manche ernsthaft und besorgniserregend, andere jenseits jeglicher Beschreibung. Da kommt plötzlich eine Mrs. Park daher und will Lord Voldemort adoptieren, ausgerechnet das Mädchen, das wirklich nicht vermittelbar ist. Eine dunkle Familiengeschichte kommt zum Vorschein, das Mädchen mit der rosa Perücke zum Einsatz und die Leiche aus dem Keller. Radiomoderatorin DJane D. Jane hat alle Hände voll zu tun beim täglichen Kummerkasten, die Telekommunikation reicht einfach nicht mehr aus, hier braucht es handfeste Action, einen groove, der Berge versetzen kann und vor allem die beste Waffe gegen erwachsene Eindringlinge - eine öffentliche Erklärung in fehlerloser Bürokratensprache.


Eine Welt, in der die Wände schief sind, die Wirklichkeit in verschiedenen Farben schillert und die Witze haarscharf vorbeigehen am guten Geschmack. In der es eine Verständigung gibt, deren Gesetzmäßigkeiten undurchschaubar aber genial sind.