Musik liegt auf der Strasse

– Kinderarmut. Berlin-Brasilien


Musiktheaterprojekt der Mädchentheatergruppe vom Café Pink und Bossa Nova Gitarrist Vaitano.


Premiere 28. Juni 2009 im Theater „Die weiße Rose“


Musik: Veit Hahn

Regie: Tillma Meyer

Bühne: Nele Ahrens



Vor dem Hintergrund der Straßenkinder von Brasilien und Brasilianischer Musik haben sich zehn Mädchen aus verschiedenen Kulturkreisen im Alter von zehn bis achtzehn die Frage nach ihrer eigenen Armut und ihrer eigenen Musik gestellt. Das Ergebnis: Ein Brückenschlag zwischen Kulturen. Sehr lustig, bisweilen sehr traurig. Zwischendurch durchaus poetisch!


Wie kommt es eigentlich, dass Kinder bei uns in Berlin auf der Strasse landen? Wie kommt es, dass sich fremde Mädchen für Schicksale in einer fremden Kultur interessieren, was hat das eigentlich mit uns zu tun? Gelten fremde Mythen vielleicht auch in unserer Welt, kann ich zum Beispiel mit einem Lied jemanden wieder lebendig machen, so wie Orpheus es in Orfeu negro versucht? 


Musik löst unsere Probleme vielleicht nicht, und auch nicht die der dritten Welt, aber sie macht, dass im Innersten ein Sonnenaufgang stattfindet und das Leben genossen wird. Und das Leben genießen lernen ist doch schon mal ein guter erster Schritt zur eigenen Identität und zum inneren Reichtum, oder?


Musikalische Proben, dramaturgische Auseinandersetzung mit dem Stoff, szenische Improvisationen und Charakterstudien wurden nach und nach zu dem Theaterstück zusammengefügt. In das Bühnenbild – ein multifunktionaler Spindraum einer Schule und ein Bordstein – wurde per Beamer authentisches Bildmaterial zum Thema Armut in Brasilien und Berlin integriert. 







































Bruchstücke

Szenenstudium und Musikbeiträge aus der Probenarbeit - eine Collage

Premiere: April 2009 im Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin


ML: Veit Hahn (Vaitano)


Szenen u.a. von: Goethe, Shakespeare, Astrid Lindgren, der Theatergruppe vom Cafe Pink und Peter Lund


Songs u.a. von: Vaitano und Schubert


Die Theatergruppe vom Café Pink hat sich bei diesem Projekt einige Wochen Zeit genommen, um sich ganz dem Handwerk des Darstellung zu widmen und die musikalischen Talente zu fördern. Gitarrist Vaitano begleitet die Mädchen zu ihren Lieblingssongs, gemeinsam wurde das Kunstlied „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert einstudiert.


An zwei Aufführungsterminen sind ein paar Etüden zu sehen, die Einblicke in den Arbeitsprozess der Gruppe gestatten.


Diese Einblicke sind bruchstückhaft und setzen sich aus Liedern, Pantomimen, Szenen aus Theaterstücken und Improvisationen zusammen. Sie dienen allein der Wahrhaftigkeit hinter der Bühnenillusion.














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DIE BÜHNE DES LEBENS - VON KUNSTFIGUREN & MENSCHEN


gefördert durch den Projektfonds für kulturelle Bildung des Landes Berlin,

BA Marzahn-Hellersdorf, Abteilung Jugend und Familie, 12/ 2012


Die Maus hat alles im Griff. Fast alles. Sie hat sieben Kunstfiguren eingeladen an einer Geschichte teilzunehmen: Queen Elisabeth I, eine Hippiebraut, Darwin, Ofelia, Orpheus, Mister Aufziehvogel und Galileo. Leider hat sie die achte vergessen. Aber nur, weil ein echter Penner von draußen dazu kommt, eine Hochzeit mit vorgehaltener Pistole auslöst und das kunstvoll gewebte Handlungsgefüge durcheinander bringt.

Aus den Kunstfiguren werden triviale Gestalten unseres Alltags mit meist tragischen Schicksalen, die außerhalb dieser Veranstaltung auch unfreiwillig in den öffentlichen Verkehrsmitteln Berlins geteilt werden können: Kunst wird dargebracht, Sahne von Füßen gelöffelt, Neurotiker wollen stören und sich vor Züge schmeißen. Wenn schließlich die ungeladene Königin der Nacht herein bricht, wird ihre Rache schrecklich sein, aber der Sinn des Lebens verkündet.


Ein Marzahner Märchen mit Musik u.a. von Payr, Purcell, chilly peppers, Cohen, Mozart, Abbott (nach einem Text von V.A. Wipprecht), Massenet & Schubert


 

Ein Musiktheaterprojekt von Tillma Meyer und der Hans-Werner-Henze Musikschule mit Orchestermusik von Georg Katzer und Hans-Werner Henze


außerdem Musik von: Nancy Abbott, Immanuel Asmus, Henry Purcell, Franz Schubert & Andrew Lloyd Webber Ι Dirigent: Jobst Liebrecht Ι Regie: Tillma Meyer Ι Pianist & Korrepetition: Stefan Brandenburg  Ι Tanzgruppe eastend-berlin e.V unter: Luisa Seydel Ι Ausstattung: Nele Ahrends l Coach & Co-Leitung: Derman Deniz


Die Heldin von Marzahn-Hellersdorf


Vielleicht haben auch Sie bei einem ihrer täglichen Gänge durch unsere Stadt bemerkt, dass eine neue Spezies Einzug in die Welt der Außenwerbung und damit in unser Bewusstsein gehalten und begonnen hat, auf subtilste Weise Teil unseres Lebens zu sein: Lieferhelden bringen die Pizza, Cutman rettet die Welt vor schlechten Frisuren, Genuss-helden sollen die Backwaren einer Backwarenkette essen, eine bekannte Tagezeitung bietet an, Helden und Heldinnen bei ihrer tägliche Arbeit zu portraitieren, nun ja, das mit der freiwilligen Feuerwehr kann man ja noch verstehen.


Was möchte diese phänomenal umfassende Medienidee in uns zum Klingen bringen? Und wie kommt sie darauf, uns Menschen, Gesellschaft, Individuen ein offenbar sehr großes Bedürfnis nach Identifikation mit Papphelden zu unterstellen? Was sagt dieser Schlag der Werbeindustrie als Versuch der Stimulation unserer subtilen Wünsche aus?


Verbirgt sich dahinter vielleicht eine unbefriedigte Sehnsucht nach Auszeichnung? Oder nach Heldentaten gleich jenen, die unter Einsatz von Blut und Leben eines höheren Ziels wegen freiwillig begangen wurden? Also so richtige, lebensgefährliche, die über soziales Engagement hinausgehen und am besten noch weit ins Phantastische hineinreichen? Oder funktioniert es einfach nur gut unsere Existenz, die große Anteile von Kopfkino und Couch-Potato-Tum besitzt, mit fake-Heldentum zu bedienen? Bewahrt uns das davor, selbst zur Tat zu schreiten bis man selbst schon für den Gang zum Mülleimer als Held gefeiert werden muss? Ist unsere unmittelbare Welt denn zu in Ordnung, um den wahren Helden spielen zu können? Oder haben Gutmenschen, sozial Kompetente, Politiker und Promis den historischen Helden abgelöst! Wahrscheinlich ist das ganze in Wirklichkeit ein unbewusster Aufschrei nach Rettung, weil die Grenzen unsere Zivilisation erreicht und die Welt doch tatsächlich am Arsch ist?!


Vielleicht sind diese Fragen zu groß, die Antworten zu diffus, um erfasst zu werden.

Kann sein. Aber es ist einen Versuch wert, die Untiefen in der heutigen Definition Held zu ergründen und darum kümmert sich die Heldin von Marzahn-Hellersdorf. Dieses Projekt hat 8 Helden und Heldinnen verschiedener Genres aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf  zusammen geführt, um sie einer gehörigen Heldenprüfung zu unterziehen. 


Das Jugendsinfonieorchester Marzahn-Hellersdorf spielt: Georg Katzer Incontro (2013) & Hans-Werner Henze Deutschlandsberger Mohrentanz Nr. 2


Mit: Nancy Abbott Ι Maibritt Hoppe Ι Jördis Kaepernick  Ι Malin Kaepernick Ι

Vincent Kens Ι Leon Klose Ι Dennis Vieweg Ι Elisa Radsey