Lebensmelosophien

Regie: Tillma Meyer

Bühnenbild: Christian Paschedag

Am Klavier: Lena Walèn


http://www.youtube.com/my_videos_edit?ns=1&video_id=KN5Dny4ec6M


DarstellerInnen:

Jördis Kaepernick, Kati Kreyser, Leon Klose, Alina Epp, Markus Teichert & Elisa Radsey


Hans-Werner-Henze Musikschule Berlin 2012

„Lebensmelosophien“


Szenisch-musikalische Ensemblearbeit. Abschlussprojekt „Stagecoaching 2“ 2012.

Musik von Telemann, Lortzing, Raphael Sawatzky, Tschaikowski, Hammerschmid & Schubert

Texte von Tillma Meyer, Fischli & Weiss, Ensemble

Gesamtkonzept: Tillma Meyer


Im Viertel hat jeder was zu meckern. Rüdiger der Blockspießer kämpft verzweifelt um die Wiederherstellung von Sauberkeit und die Einrichtung von Ordnungsprinzipien. Unlösbare philosophische Fragen quälen ihn, erst die Rückkehr von Steffi Schmidt alias B-Promi Carla Bruganetti, vermag seine Depression in Endorphinschübe zu transformieren und das obwohl sie künstlerisch momentan von einer Blockade heimgesucht wird. Deswegen ist sie auch an den Ort zurückgekehrt, den sie zu Recht für immer hinter sich lassen wollte. Anders bei Tigrane, einst starke Frau hinter Carla, nun leider verkommen zum gefühlten Ensemblestück des Mülltonnenambientes vorm Plattenbau. Sie verwandelt Rachegefühle in pathetisches Ausdrücken von Leid, wie man es sonst nur aus der Oper kennt. Ihr Ansprechpartner ist in erster Linie ihr Hündchen. Eigentlich sollte es Mark sein. Aber Mark sucht sein Glück an Orten, an denen er gerade nicht ist. Der Marzahner Teenager Zyntia liefert sich mit Kiezschlampe Barbara einen Kampf um das alleinige Recht auf das schlimmste Schicksal auf Erden, weil absolut missachtet, ungerecht behandelt und Scheißmänner...-äh Eltern. Irgendwie schaffen es die Figuren insgesamt nicht so recht vom Fleck. Stehende Gewässer. Aber das darin herumtümpeln ist teilweise ganz schön, auf jeden Fall musikalisch und nicht unspannend.